Punkt 52 – Mit einem Tandem fahren

Ich stelle mir eine Tandemfahrt mit Janna ungefähr so vor:

Die Kamera fängt die traumhafte Landschaft ein, zeigt die strahlende Sonne, schwenkt auf unsere Gesichter und zeigt uns keuchend und schwitzend….doch warte mal, wieso schwitzt Janna nicht, obwohl sie so ein angestrengtes Gesicht macht?
Janna Du kleine Schlawinerin… Wie auf den Bildern vom Kajakfahren oder dem Pflanzen vergraben hättest Du die Anstrengung nur vorgespielt. Danach hätte die Kamera nämlich unsere Beine eingefangen und somit gezeigt, dass ich uns den Berg hinaufstrample und Du lachend und beinahe vom Tandem fallend die Beine baumeln lässt….und weißt Du was? Zu Recht! 😉 Ich hätte Deine Freude und Dein Lachen genossen! 🙂

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Punkt 27 – In einem Unterwasserrestaurant essen

Irgendwie ein merkwürdiges Gefühl, wenn man beim Lesen eines Berichts Hunger bekommt… Wieso das so ist, erfahrt Ihr gleich 😉

Ich freue mich wirklich immer unglaublich, wenn ein Punkt von der Liste abgehakt wird. Bei fremden oder mir nicht so nahe stehenden Personen ist es ein tolles Gefühl zu wissen, dass Janna diese Personen, sei es auch nur durch Erzählungen, inspiriert hat und sie somit ein Teil der Liste werden wollen. Es ist einfach schön zu sehen und zu lesen, dass jemand den Sinn der Liste verstanden hat. Dann widerum gibt es die Personen, die entweder Janna oder mir oder uns beiden sehr nahe standen.
Bei der folgenden Person ist das nämlich genau so. Ich wüsste nicht wie das damals alles verlaufen wäre, hätte ich sie in den Wochen nach Jannas Tod nicht so oft an meiner Seite gehabt.
Ich weiß zwar nicht, ob Janna von so viel Fisch auf dem Teller begeistert gewesen wäre, aber das Ambiente und spätestens der Nachtisch hätte sie wohl vollends überzeugt – so wie es auch die liebe Sina überzeugt hat!

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Punkt 93 – 365 Dinge…

Eine wahre Mammutaufgabe war der Punkt 93. 365 Dinge zu finden, die einen glücklich machen, ist wirklich leichter gesagt als getan. Ich weiß leider nicht wirklich, wie Janna auf diesen Punkt kam und ob sie es absichtlich gemacht hat, aber da steckt weit mehr dahinter als man denkt.
Wenn man sich also Gedanken macht und anfängt die ersten Dinge zu sammeln, so hat man schnell ein paar zusammen. Irgendwann sind die „großen“ Sachen wie Gesundheit, Familie, Glück, Kinder, Haus, Beruf usw. abgehakt und man fängt an, sich intensiver mit den fehlenden Punkten zu beschäftigen. Und genau in diesem Moment versteht man den wahren Sinn diesen Punktes:

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Punkt 36 – Der (Eis-)berg ruft!

Es ist zwar schon eine Weile her, aber das möchte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten. Es gehört definitiv zu den Punkten, die ich selbst auch noch erledigen werde und auch noch hier aktualisieren werde 🙂

Liebste Janna… Du warst eine absolute Frostbeule und ich frage mich bis heute, wieso Du das machen wolltest 🙂 Pack Dir da oben Deine Lieblingsdecke, kuschel Dich schön ein und viel Spaß beim Lesen Engelchen!

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Punkt 35 – Hellau, Alaaf, Fasching, Fastnacht und Karneval…

Liebe Janna,

es tut mir leid, aber ausnahmsweise bin ich mal froh, dass ich diesen Punkt nicht erledigen musste… Die 5. Jahreszeit ist absolut nichts für mich. Das letzte Mal Fasching gefeiert habe ich mit 12 und verkleiden, „da simma dabei“ oder sonst was…das ist einfach nicht mein Ding!

Es gibt diese Menschen, mit denen man im Alltag leider einfach nicht viel zu tun hat. Und trotzdem weißt Du, dass Du Dich jederzeit auf diese Menschen verlassen kannst. Du weißt, dass sie für Dich da sind, wenn etwas wäre.
Genau dazu zählen die Menschen, die den nächsten Punkt erledigt haben.

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Punkt 87 – Casper

Liebe Janna,

ich weiß noch ganz genau wie ich damals nach der Arbeit nach Hause kam. Unten im Treppenhaus fragte ich mich schon, welcher Vogel denn so laut Musik hören würde… Naja, dieser Vogel warst Du 😉
In der Wohnung angekommen dröhnt mir Casper entgegen. Als ich die Wohnzimmertür aufmache, sehe ich Dich wild mitsingend, motiviert, gut gelaunt und wippend.

„OH GOOOOOOOOTT CASPER IST JA SO GEIL!“

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Punkt 28 – Jetski fahren

Irgendwann war da nur noch Angst… Angst, dass die Liste irgendwann fertig ist. Angst davor, dass immer mehr Sachen schwinden und nichts mehr zum Anfassen bleibt. Die Wohnung weg, das gemeinsame Auto weg, Emma nur noch selten, das gemeinsame Armband kaputt… Materielle Dinge sind so verdammt unwichtig, trotzdem sind es nunmal diese Dinge, die sicht-, greif- und erfahrbar sind. Dinge, die man anfassen, sehen, riechen, fühlen und einfach nur anschauen kann. Mittlerweile überwiegt die Freude wieder, diese Liste füllen zu können. Janna bei sich zu haben, mit ihr gemeinsam Dinge zu erleben und ihr Erbe zu vervollständigen… Daher vergebt mir meine Passivität und freut Euch auf ganz viele schöne Dinge, die mittlerweile stattgefunden haben 🙂

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Video

Punkt 74 – Einatmen, ausatmen…

25 Minuten ganz für sich sein…sich auf sich konzentrieren und das Drumherum vergessen… Janna wollte meditieren und Claudia hat es realisiert… vielen vielen Dank dafür!

Punkt 74 – Inhale, exhale, love

Hey Janna,

Punkt 74 hast Du wohl für mich notiert. Dein Plan ist aufgegangen, ich habe mir
tatsächlich eine regelmäßige Meditationspraxis angewöhnt! 😉

Ganz speziell für Dich habe ich meine Meditation am Strand von Fuerteventura
am 02. November 2014, einen Tag vor Deinem Geburtstag aufgezeichnet. 25
Minuten Atmen und Sein, das Drumherum ausschalten und den Moment
genießen – an diesem Tag unter erschwerten Bedingungen…

Das Meer war alles andere als tropisch warm, eher erfrischend. Regelmäßig
schwappte das kalte Wasser an meine Beine und störte meine Konzentration. Es
war relativ windig und feinste Sandkörner prasselten gegen meine Arme. Auch
der kleine Schatz in meinem Bauch nutze die Gunst der Stunde und übte die
wildesten Purzelbäume.

Einatmen, Ausatmen, Gedanken ziehen lassen, nichts bewerten, nichts forcieren.
Einatmen, ausatmen, spüren wie die kalte Luft an den Nasenflügen vorbei in
meine Lunge strömt und wie sie erwärmt meinen Körper wieder verlässt. Den
kleinen Moment genießen, die Leere wahrnehmen bevor der Atem ganz natürlich
wieder einfließt.

Mit der Zeit gewöhnte ich mich an das Meer und den Wind. Der kleine Yogi kam
ebenfalls zur Ruhe und wiegte sich im sanften Auf und Ab der Atemzüge. Ruhe
und Gelassenheit breiteten sich aus, Energie und Kraft für den Tag sammelten
sich.

Meditation ist heilsam, sie führt zurück zur Einheit. Und plötzlich sind alle
Barrieren verschwunden, und Du bist gar nicht mehr so weit entfernt.

Für Dich mein Schwesterherz! Deine Claudia

Noch ein kleines Postskriptum an den Herrn, der sich splitterfasernackt in mein
Video geschummelt und minutenlang in die Kamera gelächelt hat: Ich habe Sie
rausgeschnitten. Wir wollen doch jugendfrei bleiben! Einen lauten Lacher haben
Sie auf jeden Fall verursacht und den hat auch Janna gehört, ganz sicher!

Musik : Deva Premal, Miten & Manose – ‚Gayatri Mantra‘ (Acoustic) by The Rhythm Divine on RN, licensed under Creative Commons Licence