Auf den kommenden Bericht habe ich mich sehr gefreut. Ich weiß, dass Janna diese Ballonfahrt unglaublich gern mit ihren Eltern gemacht hätte. Um so glücklicher bin ich, dass es nun geklappt hat! Aber lest selbst:

Hallo mein Schatz,

diesen Punkt hast du vielleicht mit dem Gedanken an uns ausgewählt, denn ich wollte schon immer mal Ballonfahren und hatte vor Jahren schon daran gedacht es mir und deinem Vater zum Geburtstagsgeschenk zu machen.

Aber wie so oft ist es dann doch nur bei der Idee geblieben. Jetzt aber haben wir es endlich geschafft und sind am 10. Mai mit dir im Gepäck in die Luft gegangen.

Los ging es früh um 6.00 Uhr in Bad Vilbel bei gutem Wetter. Wir waren mit dem Fahrer 14 Personen und haben gleich lernen dürfen, dass Ballonfahren ein Mannschaftssport ist und alle mit anpacken müssen, damit überhaupt gestartet werden kann.

Der Korb und auch der Ballon wogen ca. 300 kg und mussten aus einem Transporter geholt werden. Der Korb wurde auf die Seite gelegt und der Ballon mit Karabinerhaken daran befestigt. Dann wurde der Ballon auf dem Boden flach ausgerollt.

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Anschließend kamen zwei Generatoren zum Einsatz die kalte Luft in die Ballonöffnung bliesen woraufhin der sich langsam aufblähte. Ich war mit einer weiteren Mitstreiterin zum Aufhalten der Ballonöffnung abkommandiert, damit die kalte Luft auch hinein kam. Wir haben uns beide mit dem ganzen Gewicht an den Ballon hängen müssen damit er an Ort und Stelle blieb. Am anderen Ende des Ballons haben mehrere Männer, auch dein Vater, den Ballon gleichzeitig mit Seilen sichern müssen. Schließlich wollten wir auch noch irgendwann einsteigen und den Korb nicht ohne uns abheben sehen.

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Endlich waren wir soweit, alle waren eingestiegen und wir konnten starten. Heißluft wurde in den Ballon geblasen und absolut lautlos hoben wir ab.

 

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Was für ein grandioses Gefühl! Wir konnten in der Ferne die Skyline von Frankfurt und den Taunus sehen.

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Die Miniaturlandschaft unter uns sah wie in einem Spielzeugladen aus. Wir fuhren in einer Höhe zwischen 50 und 100 Metern dahin und konnten in jeden Garten sehen. Pferde und Kühe standen auf den Wiesen und Weiden und wirkten auf uns wie Liliput und die Liliputaner auf Gulliver gewirkt haben mussten. Wir überfuhren die A66 und weiter ging es Richtung Hanau und über den Bärensee.

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Nach einer Stunde Fahrt landeten wir ganz sacht in der Nähe von Langenselbold auf einer Weide.

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Der Kollege unseres Fahrers hat vom Boden aus den Ballon verfolgt und uns am Landeplatz wieder eingesammelt. Alles wurde mit vereinten Kräften wieder eingepackt und in den Transporter geschafft.

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Bevor es nun zurück zum Startplatz ging wo unsere Autos auf uns warteten, erhielten wir noch die sogenannte Ballonfahrertaufe. Hierbei handelt es sich um eine Tradition, die auf ein Gesetz König Ludwig XVI von Frankreich beruht. Nach der Erfindung des Heißluftballons verlangte der König, dass nur der Adel Ballon fahren durfte. Daraus haben sich der Brauch der Ballonfahrertaufe und damit die Aufnahme in den Ballonadelsstand entwickelt.

Es grüßen euch herzlich Ritter Achim, der Himmelsfürst und Kurfürstin Ricarda, die tollkühne Himmelsfee.

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